News jubelt und verkündet Prozesstermin gegen Elisabeth

Das Boulevardblättchen mit politischen Ambitionen aus dem Hause Fellner, das wie in der aktuellen Ausgabe schon mal eine Teilnahme an einer öffentlichen Tea-Party-Veranstaltung  als “Undercover”-Enthüllungsjournalismus (siehe Foto, zum Vergrößern draufklicken)betitelt, berichtet wieder einmal über Elisabeth. 

“Ein Jahr nach der NEWS-Enthüllung muss Sabaditsch-Wolff nun vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Wien hat einen Strafantrag eingebracht, am 23. November wird die Causa am Wiener Landesgericht verhandelt.”

frohlockt das Fellner-Blatt, um gleich damit fortzufahren, die parteiunabhängige Elisabeth, ohne es ausdrücklich zu sagen, als FPÖ-Politikerin hinzustellen:

Verhetzungsprozesse haben in der FPÖ Tradition: Anfang 2009 wurde die Nationalratsabgeordnete Susanne Winter zu drei Monaten bedingter Haft und 24.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Ex-FPÖ Nationalrat Karlheinz Klement fasste im April eine bedingte Freiheitsstrafe von vier Monaten und eine Geldstrafe von 1.800 Euro aus. Und der ehemalige FPÖ-Politiker Karl Mayrhofer aus Vorarlberg wurde wegen Herabwürdigung religiöser Lehren im Juli zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt.

Wie so oft vermischt hier News Äpfel mit Birnen:
Karl Mayrhofer hat öffentlich zu Gewalt gegen Moslems aufgerufen.

Karlheinz Klement wurde aufgrund seiner antisemitischen Aussagen, die er im Rahmen krauser Verschwörungstheorien um den Unfalltod Jörg Haiders veröffentlichte, verurteilt.

Nur Susanne Winters Fall ist mit Elisabeth bedingt vergleichbar. Sie hätte auch gute Chancen gehabt, freigesprochen zu werden, wenn sie sich nicht auf eine naive und lächerliche Verteidigungslinie (“ich war zwar Spitzenkandidatin der FPÖ in der Steiermark, aber ich bin nur ein kleines Rädchen, denn ich durfte nur 20 min reden, während der Parteiobmann 2 h redete”) eingeschworen hätte und nicht vollkommen unvorbereitet (die Frau ist Akademikerin!!!) zum Prozess erschienen wäre, und so dem politisch argumentierenden Staatsanwalt (“Es braucht um Präventivurteil, schließlich stehen bald weitere Wahlkämpfe an!”) etwas entgegnen hätte können.

So wird Elisabeth allerdings definitiv nicht auftreten.

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