Hofer-Reisen zu Khomeini-Grabmal

Hofer-Reisen zum Khomeini-Grabmal

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Hofer-Reisen zum Khomeini-Grabmal2

Hofer-Reisen zum Khomeini-Grabmal2

In der aktuellen Werbeaussendung der österreichischen ALDI-Tochter Hofer sieht man das, was passiert, wenn Ignoranz und Verharmlosung beim Thema Islam aufeinandertreffen.
Ab € 1.299,– bekommt der Diskont-Kunde im Doppelzimmer eine Rundreise, die es in sich hat. Eine als Kulturtrip getarnte Reise zum Grabmal Ayatollah Khomeinis.

Wer es vergessen hat: Dieser Khomeini war Führer jenerRevolutionsbrigaden, die 1978 das einst moderne Persien um mehrere Jahrhunderte zurück zur Islamischen Republik bombten und heute noch immer an der Macht sind. Ein kleiner Auszug aus Wikipedia:

Iran wurde damit zum Gottesstaat unter der Herrschaft einer Minderheit der höchsten geistlichen Autorität des schiitischen Islams, welche nicht zögerte, unter Anwendung von Gewalt ihre Herrschaft im Iran durchzusetzen. Erstes Ziel des von Chomeini ausgerufenen Dschihads war es, die wichtigsten Militärs, Politiker, Ideologen und Unterstützer des Schahs zu eliminieren. Chomeini teilte die Bevölkerung Irans in zwei Gruppen ein, die mustaz’afeen (die Armen oder Unterdrückten) und die mustakbereen (die Reichen oder Unterdrücker). Alle, die in irgendeiner Weise mit der früheren Regierung in Verbindung gebracht werden konnten, waren „Unterdrücker“. Damit hatten sie sich am iranischen Volk und am Islam schuldig gemacht und mussten bestraft werden.[35]. Chomeini erklärte noch am selben Abend des Volksentscheids, dass die verhafteten Repräsentanten des Pahlavi-Regimes keine „Angeklagten“ seien, deren Schuld man beweisen müsse. Sie seien vielmehr „Kriminelle“, deren Schuld zweifelsfrei feststehe. Was folgte, war eine neue Hinrichtungswelle. Am 7. April 1979 wurde der frühere Premierminister Amir Abbas Hoveyda erschossen. Zwei Tage später die Generäle Rabii und Khajenuri. Am 10. April 1979 wurden die früheren Leiter des SAVAK General Moqaddam und General Pakravan und der Befehlshaber der kaiserlichen Garde General Neshat hingerichtet. Am selben Tag wurden der frühere Außenminister Abbasali Khalatbari, der Präsident des Parlaments Abdollah Riazi, der Landwirtschaftsminister Mansur Rowhani und weitere Personen hingerichtet.

Khomeini war auch der Mann, der öffentlich den Kopf von Rudi Carrell forderte, weil dieser es gewagt hatte, einen Satirebeitrag über Khomeini im deutschen (!!!) Fernsehen zu bringen. Henryk Broder schrieb darüber im Spiegel:

Rudi Carrell schaute in die Kamera und verlas mit ruhiger Stimme eine fiktive Meldung: “Diese Woche feierte man im Iran den achten Jahrestag der islamischen Revolution. Ajatollah Chomeini wird von der Bevölkerung gefeiert.” Der Meldung folgte ein Minifilm, in dem der Führer der iranischen Revolution von weiblichen Fans mit BH und Slips beworfen wurde. Es war ein visueller Kalauer: arglos, harmlos, nett. Nur was anschließend passierte, war weder arglos noch harmlos und schon gar nicht nett.

Schon 15 Minuten nach der Sendung beschwerte sich der Botschafter der Islamischen Republik beim Sender und meldete den Vorfall nach Teheran. Dann ging es Schlag auf Schlag. Teheran bestellte den deutschen Botschafter ein und forderte Konsequenzen für die “ungeheuerliche Beleidigung”. Vor der deutschen Botschaft in Teheran zogen Demonstranten auf, die “Tod dem deutschen faschistischen Regime!” schrien. Deutsche Diplomaten in Iran wurden zur Ausreise aufgefordert, Iran Air stellte seine Flüge nach Deutschland, das Goethe-Institut seinen Betrieb in Teheran ein.

Genauso war es dieser Khomeini, der einen weltweiten Mordaufruf mit einer Belohnung von 3 Millionen Dollar gegen Salman Rushdie aussprach. Dessen Vergehen: Er hatte das Buch “Die Satanischen Verse” geschrieben. Der normalerweise islamophile WDR berichtet Genaueres:

Im Dezember 1988 kommt es in der nordenglischen Stadt Bradford zu Protesten gegen “Die satanischen Verse”. Die Stadt ist ein Zentrum indischer und pakistanischer Einwanderer. Dort lebende Muslime fühlen sich provoziert. Denn Atheist Rushdie hat nicht nur aus Erzengel Gabriel eine Romanfigur gemacht. Diese Kunstfigur jubelt dem Propheten Mohammed auch noch Verse unter, die eigentlich vom Satan stammen. Rushdie hat sich dazu von einer ähnlich lautenden, historisch aber umstrittenen Episode inspirieren lassen. Der Autor geht noch weiter: In seinem Buch gibt er zwölf Huren die Namen von Mohammeds Frauen.

Es gibt erstaunliche Parallelen in der Geschichte. Diejenigen, die am wenigsten wissen können, regen sich am meisten auf:

In Indien und Pakistan kommt es ebenfalls zu gewalttätigen Demonstrationen – obwohl Rushdies Roman dort gar nicht veröffentlicht wird. Am 14. Februar 1989 schaltet sich der greise iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini über Radio Teheran ein: “Ich setze das stolze Volk der Moslems in aller Welt davon in Kenntnis, dass der Autor des Buches ‘Die satanischen Verse’ – das sich gegen den Islam, den Propheten und den Koran richtet – und alle an seiner Publikation Beteiligten, zum Tod verurteilt werden.” Ein Kopfgeld wird ausgesetzt – eine Million Dollar für ausländische, drei Millionen für iranische Vollstrecker. “Der schwarze Pfeil des Todes ist abgeschossen und auf dem Weg zum Ziel”, so Khomeini.

Als ob es nicht genug wäre, daß Hofer-Reisen diesen Tyrannen durch eine Reise an sein Grabmal posthum verharmlost und verherrlicht, werden auch noch unter der Rubrik “Hinweis” dezent die Gründe für diese Bevormundungen verschwiegen:

Der touristische Standard Irans ist grundsätzlich sehr gut. Lediglich einige Verhaltensmaßnahmen sind zu beherzigen, die vor allem die Kleidung betreffen. Frauen müssen ein Kopftuch sowie figurverhüllende Kleidung tragen (weite Hosen oder lange Röcke, Blusen mit langen Ärmeln, keine taillierten Kleidungsstücke, keine Kleidung mit Ausschnitt oder Spaghettiträgern)….”

Die passende Burka dazu gibt´s dann wohl ab 20. April im Kombiangebot mit der Kaffeefahrt nach Braunau in der Hofer-Filiale ihres Vertrauens.

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4 Responses to Hofer-Reisen zu Khomeini-Grabmal

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