Qualitätsjournalistin Olja Alvirs seltsames Verhältnis zu Fakten

Gestern glaubten wir noch, das Biber-Magazin hätte aus Unwissenheit über salafistische Umtriebe die nicht kommentierbare Stellungnahme österreichischer Salafisten veröffentlicht. Heute sind wir schon einen Schritt weiter. Wie die Redakteurin Olja Alvir auf ihrem privaten Blog bekanntgibt, war es nackte Angst:

Da es auf meiner „Heimatplattform“ aufgrund der Heiklizität des Themas leider nicht (immer) möglich ist, auf die Kritik verschiedener muslimischer Verbände zu antworten (was ich übrigens für sehr gefährlich halte), nutze ich nun diese Plattform dazu, alle diese Argumente zu entkräften, was glücklicherweise keine große Mühe bereiten wird.

Nicht ganz so direkt wird dieses Thema auf der offiziellen Biber-website angegangen:

Aus mir bekannten, mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen ist es nicht möglich, auf die Stellungnahme TEAMs zum Artikel „Die Sure der Leidenschaft“ auf biber zu kommentieren

Das war es aber auch schon mit klaren Worten. Obwohl wir noch in der Nacht eine Stellungnahme (die lobenswerterweise auch veröffentlicht wurde) an Frau Alvir sendeten, in der wir klarstellten, daß uns nicht ihr Artikel “Sex im Islam” störte, sondern ihre Unterstützung der Salafisten, verdrehte sie wieder die Fakten:

Rechtsrechte Individuen und Plattformen nehmen die Recherche über Regelungen und Richtlinien beim Geschlechtsverkehr als Anlass dazu, Muslime wieder mal als „abnormal“ darzustellen.

Frei nach Veronika Dolna also bester Qualitätsjournalismus mit dramaturgischen Effekten. Mit diesen “rechtsrechten Individuen und Plattformen” ist natürlich savefreespeech gemeint, das beweist ja schon der Link dorthin. Abgesehen davon, daß Islamkritik weder rechts noch links ist, haben wir nichts über muslimische Richtlinien beim Geschlechtsverkehr  geschrieben – so bescheuert wir sie auch halten. Wir haben nur von den vollen Hosen des Biber-Magazins geschrieben. Und das wurde ja im nachhinein von Frau Alvir bestätigt. Dieses Mal gehen wir aber nicht mehr von Unwissenheit über die Salafisten aus. Das können wir ja gar nicht, da wir über diese Menschen informiert haben. Diese Aktion hatte wahrhaft echte qualitätsjournalistisch-volkspädagogische Züge.

Deswegen nochmals: Liebes Biberteam, wir sind Proponenten der freien Rede. Ihr könnt soviel Blödsinn schreiben, wie Ihr wollt, auch das ist Redefreiheit. Wenn Ihr allerdings Salafisten eine Plattform bietet, dann wäre es allerdings besser, sich in die Ecke zu stellen und den Mund zu halten, anstatt auf “rechtsrechte Individuen und Plattformen” einzuschlagen.

Ein frohes Weihnachtsfest auch an Euch!

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8 Responses to Qualitätsjournalistin Olja Alvirs seltsames Verhältnis zu Fakten

  1. Olja Alvir says:

    Lieber Admin,

    kennen sie den Unterschied, zwischen einem Blog, einer wissenschaftlichen Arbeit und einem Zeitungsartikel? Bitte unterstellen Sie mir in meinem Blog keine journalistische Arbeit. Mein Blog ist eine seelische Auskotzung. Die “chronologische” Reihenfolge, die ihr Post suggeriert, war niemals gegeben. Wie dem auch sei. Sie wollen doch mehr Menschen, die auf ihrer Seite gegen ” jene dunklen Kräfte aus der Wüste Arabiens, die diese unter dem Deckmantel der Religion einschränken möchte” kämpfen, oder? Durch eine versuchte Diffamierung meiner Person in der Öffentlichkeit funktioniert das jedenfalls nicht. Im Faktenverdrehen kann ich jedenfalls von Ihnen noch sehr viel lernen! “Mit diesen “rechtsrechten Individuen und Plattformen” ist natürlich savefreespeech gemeint, das beweist ja schon der Link dorthin.” Der Link wurde schon längst geändert, wie ich Ihnen auch mitgeteilt habe.

    Frohes heidnisches Fest und scheißen Sie sich nicht so an, wenn eine 21-jährige Pseudojournalistin auf Ihre Seite verlinkt.

    Schönes

    • admin says:

      Liebe Frau Alvir!

      Ich unterstelle Ihnen gar nichts, ich habe nur versucht, ein paar Sachverhalte zu klären. Daß Sie deshalb in Gossenjargon verfallen, bedaure ich zutiefst.

      Aber vermutlich haben Sie Ihre Lektion gelernt. Wo “Islam” draufsteht, ist nicht automatisch multikulturell-werterelativierend Friede drin.

      Ich erachte die Angelegenheit für erledigt und würde mich freuen, Sie auch weiterhin als Leserin begrüßen zu dürfen. Denn auch zum “seelischen Auskotzen” ist Redefreiheit Grundbedingung.

      Herzlichst

      savefreespeech

  2. Astuga says:

    “Und scheißen Sie sich nicht so an …”

    Manche sollten auf ihre eigenen Ratschläge hören.

  3. E. says:

    “Hallo, mein Name ist Olja Alvir und ich halte mich gerne für intelligent, habe jedoch keine Ahnung von Grammatik und verwende Ausdrücke, die ich nicht buchstabieren kann. Ich gebe Fakten falsch wieder und will so erwachsen wie möglich zu wirken, was aber mir misslingt, da ich bei Kritik kindisch schimpfe und meinen dicken Penis als Admin benutze um ja nichts Negatives nach außen hin durchscheinen zu lassen. Ich habe keine Freunde und pushe mein Ego somit im Internet hoch.”

    Der Staat soll auf dich stolz sein? Worauf denn bitte? Deine “Qualifikationen” bewundern auch nur die biber-Leser, und solche, die sich von deinen bigotten Versuchen, gebildet zu wirken und goschert zu sein, beeindrucken lassen. Nettes Publikum. Aber ja – der richtige Führer für die richtigen Neandertaler.

    Weder ist deine Ausbildung besonders (wow, Parhamer und die Uni Wien! Glückwunsch, haha, eindeutig alles richtig gemacht), noch bist du die Einzige, die 5 Sprachen beherrscht. Wobei – sie zu sprechen ist ja wiederrum nicht deine Stärke. Zum Glück die Meinige schon, ohne andauernd wie du damit angeben zu müssen. Interessiert nämlich keine Sau.

    Und warum bezeichnest du dich als “Journalistin” und “Wissenschaftlerin”? Schade um die Echten – dermaßen herabgesetzt zu werden ist schon heavy.
    Du bist im Studium, Püppchen. Deine halbherzigen Versuche, beiden Berufen zu entsprechen, sehen sehr lächerlich aus. Bitte hör’ einfach auf, dich auf Gebieten zu bewegen, auf welchen du keine Ahnung hast und überdenk’ deine Vorgehensweise auf dem “besten” [sic!] Blog der Welt. “Auskotzung” trifft’s nämlich ganz gut.

    Übrigens, überbelichtete Fotos machen dich nicht schöner. Nur so’n Tipp, wo du dich ja selbst daran versucht hast, Fashionista zu spielen.

  4. Doggy says:

    Todo dinбmica y muy positiva! :)

    Doggy

  5. E. says:

    Das “zu” war ein Versehen, wie man merkt, aber jetzt die gleiche Keule rauszuholen ist natürlich sehr vorhersehbar. Das ist mir bereits auch aufgefallen, meine Liebe.

    Naja. Wenn du darauf bestehst.

    *Sysiphos ODER Sisyphus und nicht Sysiphus.
    *So hat man wenigstens das Gefühl, das etwas weitergeht (das gilt eher für Silvester).. -mhm.. http://www.das-dass.de/
    *der einenen Nation zugutekommend
    wir waren alles andere als Individuen ohne Individualität, Ja wir glänzten nur so von Individualität, jeder Kommunist auf seine ganz individuele Art un Weise. Nur in einem Punkte waren wir gleich. – Herzallerliebst, was wolltest du uns damit sagen?

  6. Pingback: Wie ich den Nationalisten verstand « alvir.at

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