Verurteilt wegen der Bezeichnung Mohammeds als ‚Pädophilen’

Quelle: EuropeNews 22 Februar 2011
Original: Convicted for calling Muhammad a ‘Paedophile’, Gates of Vienna
Von Henrik R Clausen
Übersetzung von Liz/EuropeNews

In Österreich stellt die Bezeichnung Mohammeds als ‚Pädophilen’ eine unerlaubte Herabwürdigung „religiöser Lehren“ dar. Dies ist die Urteilsbegründung für Elisabeth Sabaditsch-Wolffs Verurteilung eines österreichischen Gerichtes. Lesen Sie weiter und sie werden eine ausführliche Analyse dieses verwirrenden Urteils erhalten.

Freispruch und Verurteilung

Die österreichische Bürgerin Elisabeth Sabaditsch-Wolff (ESW), die vor Gericht stand, angeklagt wegen des Vorwurfs der „Anstachelung zum Hass“, wurde nun verurteilt, weil sie dies auf Seminaren über den politischen Islam und den Herausforderungen denen wir gegenüber stehen, geäußert haben soll. Der Fall wurde am 15. Februar von der Richterin Bettina Neubauer entschieden, die ESW die folgende Urteilsbegründung gab, da dies auch eine Verurteilung wegen „wiederholten Verstoßes“ war, obwohl diese Verurteilung die erste für Elisabeth war:

  • Freispruch im Hinblick auf die Anklage Anstachelung zum Hass
  • Verurteilt wegen Herabwürdigung einer Lehre einer gesetzlich anerkannten Religion.
  • Strafmaß: Eine Geldstrafe in Höhe von 480 Euro, das sind 120 Tagsätze á 4 Euro oder 60 Tage ersatzweise Haft.

Diese Urteilsbegründung muss man genauer analysieren und unter die Lupe nehmen.

Die ursprüngliche Anklage

Zunächst der Freispruch: Der Anklagepunkt Anstachelung zum Hass war ursprünglich der Hauptanklagepunkt des Falles gewesen. Die Verteidigung hat dieser Anklage auf zwei verschiedene Arten entgegnet:

Erstens, indem sie faktisch alle Details der Seminare durchgegangen ist und alles dokumentiert hat, was dort gesprochen wurde und nachgewiesen hat, dass dies auf islamischem Quellenmaterial basierte, beispielsweise dem Reliance of the Traveller der Al-Azhar Universität in Kairo. Die Verteidigung hat auch die Kosten einer autorisierten Übersetzung relevanter Textpassagen ins Deutsche auf sich genommen, so dass dies vom Gericht auch anerkannt würde. Die Richterin nahm die Dokumentation in den Fall auf und der Staatsanwalt hat die Gültigkeit nicht in Zweifel gezogen.

Zweitens, die Verteidigung ließ die Tonbandmitschnitte vor Gericht abspielen, und konnte so aufzeigen, dass alles in einem sachlichen, professionellen Ton stattgefunden hatte, während die Grundsubstanz des Materials beleuchtet wurde, gleichzeitig durfte das Publikum Fragen stellen zu jedem Detail, das sie nicht sofort verstanden hatten.

Beim Anspielen der Tonbandaufzeichnungen wurde ein anderer Punkt deutlich, nämlich, dass einige Zitate, die von der Staatsanwaltschaft benutzt wurden nicht von Elisabeth Sabaditsch-Wolff stammten sondern in Wahrheit von Mitgliedern aus dem Publikum, und dass Zitate des Seminars mit solchen Kommentaren vermischt wurden, die in keinem Zusammenhang mit dem Vortrag standen und innerhalb des Smalltalks in Kaffeepausen geäußert worden waren.

Der Staatsanwalt, der im Verlauf der ersten Anhörung abgesehen von seinem Anfangsplädoyer keinerlei Aussagen oder Kommentare getätigt hatte, bezweifelte diese Interpretation nicht.

Während der ersten Anhörung musste der Staatsanwalt auf Drängen der Verteidigung zugeben, dass er in diesem Fall die Hauptbeweismittel nicht durchgegangen war (die Audioaufnahmen), sondern sich stattdessen auf ein Transkript der Journalistin des österreichischen Magazins NEWS.at verlassen hatte, das ursprüglich Anzeige bei der Polizei erstattet hatte.

Der erwartete Freispruch

Nachdem man das gesamte Material bei den ersten beiden Anhörungen durchgegangen hatte, hatte das Publikum die klare Erwartung, dass ESW von allen Anklagepunkten freigesprochen und ihr Name reingewaschen würde. Aber am Ende der zweiten Anhörung fügte die Richterin dem Fall völlig unerwartet eine Wendung zu:

Sie befragte ESW hinsichtlich ihrer Kommentare über die Taten Mohammeds, die man heute als ‚Pädophilie’ bezeichnen würde. Indem sie sich der Zustimmung der Staatsanwaltschaft versicherte, erweiterte sie dann die Anklage auf „Herabwürdigung der Lehren einer rechtlich anerkannten Religion“.

Der Anwalt der Verteidigung bat um einen Aufschub, um den zusätzlichen Anklagepunkt bearbeiten zu können, weil er die Verteidigung seiner Mandantin auf diesen Gesichtspunkt nicht ausgerichtet hatte.

Ein Erbe des österreichisch-ungarischen Reiches

Es mag merkwürdig klingen, dass die Richterin die Anklagepunkte in dem Prozess erweitern konnte, als sie sah, dass dies besser passen würde, aber dies ist nach österreichischem Recht zulässig. Die Anklage bezog sich nun ganz speziell auf die Herabwürdigung der Lehren einer Religion, die vom österreichischen Staat anerkannt wird.

Diese Anerkennung wurde im Jahr 1912 durch das Islamgesetz garantiert, dessen wesentlicher Sinn darin bestand, Bosnien-Herzegowina vollständiger ins Kaiserreich, sowie die bosnischen Soldaten effektiver in die kaiserliche Armee zu integrieren. Nachdem das Kaiserreich Bosnien-Herzegowina nach dem Ersten Weltkrieg verloren hatte, war der ursprüngliche Sinn des Gesetzes dahin. Aber es blieb in den Gesetzesbüchern bestehen und aus diesem Grund genießen der Islam und seine Lehren einen speziellen Schutz nach österreichischem Gesetz.

Pädophilie ‚richtig’ verstehen

Ein gesetzliches Verbot der Herabwürdigung der Lehren des Islams kann ein Problem sein, denn im Koran werden viele unangenehme Dinge angesprochen, einschließlich jenen, die Juden betreffen, die Stellung der Frau, ‚Heuchler’ die sich selbst Muslime nennen, aber sich weigern für die Sache Allahs zu kämpfen, und nicht zuletzt gegen die ‚Ungläubigen’ die Mohammed nicht als Propheten betrachten oder Allah als anbetungswürdig.

Aber trotz ausgedehnter Beispiele, die ESW in ihrem Seminar über die unangenehmen Textpassagen des Korans gemacht hatte, war dies nicht der Grund der Anklage.

Stattdessen konzentrierte man sich auf das was Susanne Winter schon eine Verurteilung eingebracht hatte, nämlich: Dass nach modernen Maßstäben Mohammed als pädophil angesehen werden könne. Die Richterin hatte sich dies gut ausgedacht, zuerst ESW zu befragen und von ihr bestätigt zu bekommen, dass sie das Thema angeschnitten hatte, bevor die Anklagepunkte ausgeweitet wurden, und es war dieser spezifische Punkt, der zur Verurteilung führte.

Was ist Pädophilie?

Zuerst müssen wir verstehen was ‚Pädophilie’ eigentlich ist. Zitat ausWikipedia welches die allgemeine Verwendung des Begriffes in der Öffentlichkeit und in den Medien, siehe die Debatte um Dutrouxwiderspiegelt:

In gesellschaftlichen Debatten und in der Berichterstattung in den Medien wird die Bezeichnung Pädophilie oft nicht im sexualwissenschaftlichen Sinne verwendet, wenn grundsätzlich alle Täter, die Kinder sexuell missbrauchen, als Pädophile bezeichnet werden.

Pädophilie ist eher ein mentaler Zustand als eine Handlung

Man muss festhalten, dass in professionellen Kreisen Pädophilie eher ein mentaler Zustand ist (sich sexuell von Kindern angezogen fühlend), nicht als tatsächliche Handlung (eine sexuelle Beziehung mit einem Kind haben). Pädophilie ist aus sich selbst heraus nicht strafbar, allerdings sind der Besitz und die Verteilung von kinderpornographischen Bildern in vielen Ländern strafbar. Sexuelle Beziehungen mit Minderjährigen sind auf der anderen Seite offensichtlich kriminell und strafbar.

Ein anderes Detail war für den Ausgang des Prozesses ausschlaggebend, nämlich, dass ‚Pädophilie’ in der Öffentlichkeit eine andere Bedeutung hat als unter Spezialisten. In der Öffentlichkeit wird eine Person als ‚pädophil’ bezeichnet, die sexuelle Aktivitäten zu Minderjährigen hat, man nennt sie Kinderschänder. Aus gutem Grund, dies ist es was normale Menschen und Eltern insbesondere interessiert: echte Taten, die Kinder in Gefahr bringen. Das Wort wird oft in dieser Art benutzt, beispielsweise in diesem Bericht imTelegraph .

Unter Profis jedoch bezeichnet das Wort hauptsächlich den Trieb sexuelle Beziehungen mit Kindern zu haben. Es geht um diesen Trieb, nicht darum ob dieser Trieb dazu geführt hat, dass tatsächlich Kinder missbraucht wurden.

Richterin Neubauer zeigte in ihrer Urteilsbegründung diese Unterscheidung zwischen Pädophilie als mentalem Zustand und im Gegensatz dazu Pädophilie als tatsächliche Tat auf, und unterstrich, dass sich diese Bezeichnung in professionellen Kreisen auf den Geisteszustand bezieht, wenn Jemandes hauptsächliche sexuelle Anziehung auf ein präpubertierendes Kind gerichtet ist.

Mohammed vom Vorwurf der Pädophilie freigesprochen

Auf dieser Grundlage befand Richterin Neubauer, dass es rechtlich nicht akzeptabel sei, die Bezeichnung ‚pädophil’ auf Mohammed anzuwenden, aus zwei Gründen:

  1. Abgesehen davon, dass er mit Aisha verheiratet war, was formal stattfand als sie 6 Jahre alt und vollzogen wurde als sie 9 Jahre alt war, hatte Mohammed viele andere Frauen, in Ehegemeinschaft, als Mätresse, oder als Kriegsbeute. Dies beweist die Tatsache, dass Mohammed nicht hauptsächlich an Sex mit Minderjährigen interessiert war.
  2. Die Ehe, und damit die sexuelle Beziehung zu Aisha endete nicht, als sie die Pubertät erreicht hatte, sondern setzte sich fort bis sie 18 Jahre alt war und Mohammed starb. Dies unterstreicht weiterhin die Tatsache, dass Mohammed sich nicht nur zu ihr hingezogen fühlte als sie minderjährig war.

Illegale Herabwürdigung Mohammeds

Aus diesem Grund befand Richterin Neubauer, dass die Bezeichnung ‚pädophil’ unangemessen sei und eine illegale Herabwürdigung Mohammeds darstellen würde, dass Elisabeth Sabaditsch-Wolff sich daher der Herabwürdigung religiöser Lehren einer gesetzlich anerkannten Religion schuldig gemacht habe und so zu einer ‚Geldstrafe’ von 120 Tagen á 4 Euro, insgesamt 480 € wegen ihrer Beleidigung verurteilt wurde.

Die Tatsache, dass das Wort ‚pädophil’ für Laien eine andere Bedeutung hat, und dass ESW keine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet sei, wurde in dem Urteil keine Bedeutung beigemessen.

Hat Elisabeth Mohammed eigentlich als ‚pädophil’ bezeichnet?

Genau betrachtet, nein.

Was sie tatsächlich getan hat war etwas anderes, nämlich sie bezog sich auf die andauernde Beziehung zu präpubertären Aisha, die 9 Jahre alt war als die Beziehung begann, sie sagte:

“Wenn dies keine Pädophilie ist, was denn sonst?“

Sie bezog sich klar auf das was Mohammed tat, nach den islamischen Schriften, nicht auf ihn selbst als Person. Dies liegt auf einer Linie mit dem allgemeinen Gebrauch des Wortes ‚Pädophilie’, wird auch von fast jedem so verstanden und bezieht sich auf die tatsächliche Handlung Sex mit Minderjährigen zu haben, es geht um Kindesmissbrauch, nicht um Mohammed als Person. Jetzt sieht es so aus, als ob es außerhalb der legalen Grenzen Österreichs liegt, wenn man Sex mit Minderjährigen als ‚Pädophilie’ bezeichnet.

Eine Verurteilung um jeden Preis?

Für diejenigen, die den Fall interessiert verfolgt haben, scheint es so auszusehen, als ob die Richterin aktiv versucht hat Elisabeth Sabaditsch-Wolff zu verurteilen, oder dass eine Entscheidung getroffen wurde sie zu verurteilen egal welcher Mittel man sich bedienen muss oder welchen Preis das System dafür zahlen muss.

Es wird sich herausstellen, dass der Preis ziemlich hoch sein wird.

Der Staatsanwalt hatte nach dem Anfangsplädoyer nicht viel zu diesem Fall beigetragen und die Anklage gegen ESW wurde auf Initiative der Richterin hin erweitert.

Bemerkenswert ist auch, dass das Urteil auf dem möglichen Irrtum basiert, dass die sexuellen Vorlieben Mohammeds, wie sie in den Hadith beschrieben wurden falsch eingeordnet wurden, und eher nicht aus dem Koran stammen, was aber ansonsten im allgemeinen als Bestandteil der religiösen Lehren des Islams angesehen wird.

Logische Konsequenz

Glücklicherweise sind Gesetze logisch und daher kann man zu Recht einige Konsequenzen aus diesem Urteil ableiten:

  1. Es kann eine Straftat darstellen, wenn man eine Bezeichnung anwendet, sogar wenn der allgemeine Gebrauch in der breiten Öffentlichkeit so angewendet wird.
  2. Die Richterin nimmt als bewiesen an, dass Mohammed eine lang andauernde sexuelle Beziehung mit einer Minderjährigen hatte. Merkwürdigerweise sieht sie es als illegale Herabwürdigung an, diesem Verhalten die Bezeichnung ‚Pädophilie’ zuzubilligen.
  3. Da sich das Gesetz nur mit den „religiösen Lehren“ beschäftigt und nicht mit dem „Gründer einer Religion“, oder dem „Verhalten religiöser Personen“ oder ähnlicher Dinge, beinhaltet diese Urteil, dass das Leben und Verhalten Mohammeds – einschließlich seines Sexualverhaltens – einen integralen Teil der „religiösen Lehren“ des Islams darstellt.
  4. Nach österreichischem Gesetz genießt der Islam einen bemerkenswerten Grad an Schutz vor Kritik und dieses Urteil erweitert diesen Schutz auf Mohammed, der nun vor jeglicher Kritik geschützt wird. Andere Religionen, wie z.B. der Buddhismus, genießen keinen ähnlich gearteten Schutz ihrer Lehre oder ihres Gründers.

Da das Leben Mohammeds in den islamischen Schriften (Sira, Hadith und zu einem geringeren Grad im Koran) detailliert aufgezeichnet wurde und als integralen Teil der islamischen Lehren angesehen wird, wird es rechtlich problematisch werden Personen, Normen oder Handlungen zu kritisieren, wie dieses Beispiel beweist. Das würde das Fehlen der Rechte der Frau im Islam beinhalten, die Herabwürdigung der Juden und „Ungläubigen“, die Anstachelung zu Gewalt und Mord an Kritikern und Gegnern, und andere ärgerliche Beispiel aus den Hadith.

Ist die Herabwürdigung des Verhaltens von Mohammed verboten?

Zu der Zeit als Mohammed lebte, war die Heirat von Kindern anscheinend eine anerkannte Tradition auf der arabischen Halbinsel, die Heiraten waren oft Teil von politischen Allianzen. Dies ist auch der Fall gewesen bei der Heirat mit Aisha, deren Vater Abu Bakr später zum Nachfolger Mohammeds wurde, dem ersten Kalifen.

Ihr Alter (zur Zeit der Hochzeit 6, und 9 als die Ehe vollzogen wurde) wird in einer Reihe von Hadith Geschichten dokumentiert, insbesondere von Bukhari, der nach islamischer Überlieferung fehlerlos war in seiner Fähigkeit auszusuchen, welche Geschichten über das Leben und Verhalten Mohammeds echt waren. Beispielsweise beschreibt Bukhari V5B57N119:

Der Prophet sagte. „Um, mach mir keinen Ärger indem du Aisha verletzt, denn bei Allah, die heiligen Inspirationen [die koranischen Suren] kamen nie zu mir, wenn ich mit einer anderen von euch Frauen unter einer Decke lag, außer bei ihr.“

Nach diesem österreichischen juristischen Präzedenzfall wäre es nun strafbar sich darüber negativ zu äußern.

Dass das Beispiel Mohammeds dazu benutzt wird um auch heute Kinderehen zu rechtfertigen ist eine Tatsache, die anscheinend der Aufmerksamkeit der Richterin entgangen ist. Berichte über Kinderbräute und ihre betagten Ehemänner erscheinen immer wieder in der westlichen Presse, aber obwohl wir immer und immer wieder von diesen Geschichten hören, scheinen nur wenige Willens zu sein, sich für die Rechte dieser kleinen Mädchen zu engagieren. Sogar die Scheichs, das sind Menschen, die das islamische Recht kennen, unternehmen nichts oder benutzen ihre Autorität in irgendeiner Weise um diese Kinderehen zu unterbinden.

Und dies aus einem guten Grund. Abgesehen von Aisha, existieren andere Hinweise in islamischen Schriften auf Mohammed, wie er Kinderehen befürwortet: Ibn Ishaq S. 311:

Der Apostel sah Ummu’l als sie ein Baby war und zu seinen Füßen krabbelte und sagte, ‚Wenn sie groß ist, werde ich sie heiraten.’ Aber er starb bevor er dazu in der Lage war.

Bukhari Band 5, Buch 59, Nummer 382:

Jabir erzählt: „Allahs Apostel sagte zu mir,“Bist du verheiratet oh Jabir?“ Ich antwortete, „Ja.“ Er fragte, „Mit wem, einer Jungfrau oder einer Matrone?“ Ich antwortete, „Keine Jungfrau sondern eine Matrone.“ Er sagte, „Warum hast du kein junges Mädchen geheiratet, das dich liebkost hätte?“ [...]

Dass das Leben und Beispiel Mohammeds als Ganzes „religiöse Lehren“ darstellen, geschützt vor Kritik nach dem Gesetz ist eine Ansicht, die so absurd ist, dass man sie so nicht stehen lassen kann.

Sind auch die Lehren Ayatollah Khomeinis geschützt?

Abgesehen von Mohammed mag man sich fragen, ob alle islamischen Werke, wie das Buch aus dem Jahr 1990 von Ayatollah Khomeini, Tahrir-ol-vasyleh, auch geschützt sind nach österreichischem Recht? Unter anderem steht in seinen Lehren eine erstaunliche Textpassage (Band 4, S. 221):

Ein Mann kann ein Mädchen heiraten, das jünger als 9 Jahre ist, sogar wenn es immer noch ein Baby ist und gestillt wird. Aber ein Mann darf keinen Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen haben, das jünger als neun Jahre ist, andere sexuelle Handlungen, wie Vorspiel, reiben, küssen und Sodomie sind erlaubt.Ein Mann, der Geschlechtsverkehr hat mit einem Mädchen hat, das jünger ist als neun Jahre, hat kein Verbrechen begangen, sondern nur einen Verstoß, wenn das Mädchen nicht dauerhaft geschädigt wurde. Wenn das Mädchen aber dauerhaft geschädigt wurde, dann muss der Mann für den Rest ihres Lebens für sie sorgen. Aber dieses Mädchen würde nicht zu seinen vier permanenten Ehefrauen zählen. Auch darf der Mann nicht die Schwester des Mädchens heiraten.

Ursprünglich hieß die Antwort ‚nein’, denn das österreichische Recht erkennt ausdrücklich die hanifische Schule des sunnitischen Islams an, und nicht die Lehren des schiitischen Islams zu denen Ayatollah Khomeini gehört. Aber im Jahr 1988 wurde das Gesetz geändert, um die Lehren aller islamischer Schulen mit einzubeziehen, und so sieht es aus, dass die Herabwürdigung von Lehren wie dieser nach österreichischem Recht ebenfalls strafbar wäre. Und wie zuvor gesagt, scheint Khomeini die Lebensgeschichte Mohammeds zu kennen, und dies liegt auf einer Linie mit den fundamentalistischen Auslegungen, nach denen sie ein uneingeschränktes Beispiel für Muslime darstellen und für die nachfolgende Menschheit.

Eine Revision ist offensichtlich

In normalen, gesunden Zeiten wäre dies ein offensichtlich schlechter Fall für den österreichischen Staat, der seine Bürger dafür bestraft, dass sie sich gegen Sex mit Minderjährigen aussprechen. Aber der gesunde Menschenverstand scheint in diesem Fall auf Urlaub zu sein, was bis jetzt zu einem Urteil geführt hat, das auf einer ziemlich schmalen Interpretation eines Wortes beruht, das ansonsten weithin so benutzt wird wie ESW dies getan hat, ob das Wort nun korrekt angewendet wurde oder nicht.

Falls das Wort ‚Pädophilie’ falsch angewendet wurde, dann sollte ein Bürger in einer freien Gesellschaft in jedem Fall dazu in der Lage sein, sich selbst so auszudrücken, wie er es als passend empfindet, einschließlich des Rechts gelegentlich Fehler zu machen, ohne Furcht davor haben zu müssen vor Gericht gezerrt zu werden und in eine vom Staat betriebene Strafsache gezogen zu werden, die teuer und nervenaufreibend ist.

Elisabeth Sabaditsch-Wolff sagt von sich selbst sie sei eine Feministin, die sich in der Debatte um den Islam zum Wohle ihrer Tochter engagiert, und sie lehnt aus offensichtlichen Gründen das Urteil ab sowie den Makel, den eine Vorstrafe beinhaltet. Dem Urteil wurde sofort widersprochen, so dass der Fall nun in die nächst höhere Instanz zu einem Berufungsgericht gehen wird. In den Anhörungen vor diesem Gericht werden wir uns wahrscheinlich noch einmal die verstörenden Details aus dem Leben Mohammeds anhören müssen um festzulegen, ob man diese mit vollem Recht als religiöse Lehren ansehen kann.

Wie sich der Fall weiterentwickelt, kann man am besten beisafefreespeech.org verfolgen. Hier kann man auch Elisabeth Sabaditsch-Wolff finanziell unterstützen. Dies wird dringend benötigt, denn im Unterschied zur Anklage, die vom Staat geführt und bezahlt wird, muss sie alle ihre Ausgaben selbst decken.

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6 Responses to Verurteilt wegen der Bezeichnung Mohammeds als ‚Pädophilen’

  1. Biersauer says:

    Der österr. Staat hat aus der eingeschränkten bosnischen Religionsanerkennung im
    damaligen K&K Österr.,heute in der Republik eine generelle vollzogen, ohne diese
    Generalreligion gemäß dem Vereinsrecht zu überprüfen.
    Was bereits 1912 als Bedingung dieser damaligen Anerkenntnis festgeschrieben
    worden war, nämlich, “wenn keine Gesetze dem entgegenstünden”, war es genau bei
    dieser Umwandlung in eine Generalität, dieser Passus, welcher eine solche Anerkennung nicht erlaubt gehabt hätte, denn gemäß der islamischen Definition ist einzig und allein das Schriftwerk, genannt “Koran”, der Islam.
    Also hat beim Akt der Anerkenntnis, Frau Minister Schmied genau genommen diesen Koran anerkannt, denn alles andere an dieser Religion ist lediglich Beiwerk, wie der türk. Präsident dies erklärt hat:
    “die Moslems sind die Krieger und die Minarette sind die Speerspitze”.
    Da aber jede Anerkennung ob Verein oder Religion, deren Zielsetzungen und Aufgaben vor dem Gesetz zu deklarieren hat und diese Schrift deutliche Verletzungen zu unserem Recht darstellen, (Gefährliche Drohung gegenüber “Ungläubigen”ist ein Straftatbestand),ist entweder keinerlei Überprüfung darüber erfolgt, odern diese rechtsverletzenden Äußerungen sind bewusst in Kauf genommen worden.
    Beides ist als Amtsmissbrauch anzusehen und wäre nunmehr einer Überprüfung
    würdig. mfg!

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