Mäßigen Sie Ihre Rhetorik!

Quelle: EuropeNews 6 März 2011
Original: Tone Down the Rhetoric!, Gates of Vienna
Von Elisabeth Sabaditsch-Wolff
Übersetzung von Liz/EuropeNews

Am Sonntag den 6. März wurde bei einer Veranstaltung in Miami, Florida eine neue Organisation namens The United West [Der Vereinigte Westen] gegründet. Diese neue Dachorganisation ist eine Folgeorganisation aus dem Florida Security Council, wird aber eine weitere Verbreitung haben, und zwar sowohl in den USA als auch jenseits des Atlantiks, insbesondere in Europa.

Das Motto von The United West ist: „Die westlichen Zivilisationen vereinigen gegen die islamische Scharia.“Elisabeth Sabaditsch-Wolff war eingeladen worden, um auf der Veranstaltung zu sprechen und flog zu diesem Zweck letzte Nacht von Österreich nach Miami. Der Empfang, der ihr auf dem Flughafen bereitet wurde war eine hässliche Überraschung – aber vielleicht sollte es so sein, wenn man das gegenwärtige Regime eines politisch korrekten Multikulturalismus in Amerika betrachtet, ganz zu schweigen von der tiefgehenden Unterwanderung der Behörde namens Homeland Security [Heimatschutzministerium] von Agenten der Muslimbruderschaft.

Als mir Elisabeth diese Geschichte vor ein paar Stunden erzählte schlug ich ihr vor, sie sollte das nächste Mal in eine schwarze Perücke investieren und in etwas kupferfarbenes Makeup und dann sollte sie sich in der Schlange für Immigranten anstellen, bedeckt mit einem Tschador – man würde sie wahrscheinlich direkt durchwinken.
Vorwort von Baron Bodissey

Hier ist Elisabeths Geschichte:

Ich bin gedemütigt worden.

Gestern reiste ich über Miami in die Vereinigten Staaten ein und ich wurde wie eine potentielle Terroristin behandelt. Mein Verbrechen? Ich wollte mich mit Freunden in West Palm Beach treffen, in einem Hotel dort wohnen und nicht bei meinen Freunden, und dass ich zuviel verreise, obwohl ich eine Hausfrau und Mutter bin. So der Vorwurf mit den Worten des Zollbeamten, der sich einfach weigerte mir zu glauben.

Müde, hungrig und erschöpft von einem langen Flug stand ich in einer Warteschlange um die Vereinigten Staaten zu betreten. Ich lächelte den Beamten am Zoll an, wünschte ihm einen guten Tag und wartete auf seine Fragen. Hinter mir eine lange Schlange Reisender, die ebenfalls müde waren, die meisten davon kamen gerade aus Honduras und Kolumbien. Der Einreisebeamte begann mich nach dem Zweck meiner Reise zu fragen. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich Freunde in der Gegend von West Palm Beach besuchen würde.

„Wie lange kennen Sie diese Freunde schon?“

Da ich leider schwerlich die Art und Weise meiner Freundschaften beschreiben konnte, die ich durch die Counterjihad Bewegung gemacht hatte, antwortet ich ihm, dass ich diese Freunde schon eine ganze zeitlang kennen würde.

„Wie haben Sie sie getroffen“

Nun, wie sollte ich das jetzt erklären? Im Internet, später persönlich auf Demonstrationen und Counterjihad Treffen? Ich entschloss mich zu sagen, dass wir uns in Brüssel und Paris getroffen hatten. Der Einreisebeamte glaubte mir nicht. Ich war eine verdächtige Person.

„Wo ist Ihr Mann?“

Zu Hause, sagte ich ihm, er passt auf unsere Tochter auf.

„Warum reisen Sie alleine?“

Weil ich manchmal ganz gerne weg bin, Freunde treffen und shoppen gehen.

„Aber Sie sind eine Hausfrau und Sie reisen eine Menge herum.“

Angesichts der Tatsache, dass in meinem Pass Stempel waren von meinen beiden vorherigen Reisen in die USA im Jahr 2010 und von der Reise nach Israel, sagte ich ihm, dass ich diese Reisen nicht als „eine Menge Reisen ansehen“ würde.

„Wovon leben Sie?“

Nun, wovon lebt eine Hausfrau? Ich bin verheiratet und verfüge über ein Haushaltsbudget und in meiner Freizeit unterrichte ich Englisch.

Er wiegte seinen Kopf leicht hin und her, seufzte ein wenig und stempelte meinen Pass, kritzelte auf mein Zollformular und schickte mich weiter. Da wusste ich noch nicht was mir noch bevorstand.

Ich nahm also meinen pinken Koffer und wollte meine Zollerklärung abgeben, aber der Beamte schickte mich zu Tür 8. Ärger schien sich anzubahnen, wurde mir klar. Aber Ärger warum? Was hatte ich getan? Warum war ich verdächtig? Ich hatte weder landwirtschaftliche Erzeugnisse noch Fleisch in meinem Koffer, nur zwei Flaschen österreichischen Rotweins.

Nachdem ich anscheinend eine Ewigkeit gewartet hatte – wir erinnern uns, ich hatte fast neunzehn Stunden weder gegessen noch geschlafen – fuhr der Zollbeamte fort mir dieselben Fragen zu stellen wie der Einreisebeamte. Meine Antworten waren dieselben. Neben mir öffnete ein anderer Beamter den Koffer eines Mannes, untersuchte seine gebrauchten Unterhosen und suchte anscheinend nach kolumbianischen Drogen. Was zum Himmel hatte ich getan? Ich wagte nicht zu fragen. Es war mir nicht mehr erlaubt mein eigenes Gepäck zu berühren.

Der Zollbeamte untersuchte zunächst mein Handgepäck. Und dann hatte er mich „erwischt“. Das belastende Beweisstück: meine dunkelblaue Mappe auf der ein Sticker klebte „Freedom YES! Shariah Islamic Law NO!“[Freiheit JA! Islamisches Schariarecht NEIN!],
freundlicherweise zur Verfügung gestellt von ACT! for America. Seine Augen weiteten sich und aufgeregt öffnete er den Ordner, in dem er meine vorbereiteten Reden für die Aktivitäten dieses Wochenendes fand. Der Titel einer meiner Reden lautete „Halt die Klappe Amerika!“ Großer Ärger. Der Zollbeamte holte seinen Vorgesetzten.

Der Vorgesetzte kam hinüber und fragte mich noch mehr Fragen, immer wieder ging es um dasselbe. Ich sagte ihm dass mich das Thema interessiere, und dass ich über dieses Thema einiges geschrieben hätte. Ich würde mich mit Freunden treffen und eines dieser Themen würde der Inhalt dieses „belastenden“ Papiers sein. Er sagte mir nun höflich, dass er meine Rede lesen würde, aber zuvor fragte er mich, „Sind Sie anti-amerikanisch?“

Was? Nein, sagte ich, und biss die Zähne aufeinander, versuchte zu lächeln ohne zu kotzen, nein, im Gegenteil, ich bin ein großer Bewunderer Ihrer Verfassung und des Ersten Verfassungszusatzes. Er entfernte sich ein paar Schritte um meine Rede zu lesen, während der Zollbeamte fortfuhr meine Privatsphäre zu verletzen indem er meine Handtasche durchsuchte. Er fand Bücher mit dem verdächtigen Titel „The Grand Jihad“ [Der große Dschihad] von Andrew Mc Carthy und „Eine Moschee in Deutschland“. Die Minuten verstrichen.

„Sind Sie praktizierende Christin?“ wollte der Vorgesetzte wissen.

Meine rationale Seite fragte was dies den Inspektor der Zollbehörde anginge, aber die Realität empfahl mir die Frage zu beantworten. Ich zog mein kleines Silberkreuz hervor, das an meiner Halskette baumelte. Ja, sagte ich, das bin ich. (Eigentlich bin ich eher christlich als das ich meinen Glaube praktiziere, aber das sollte in diesem Fall keine Rolle spielen).

„Gnädige Frau, was ist THE UNITED WEST?“ Ich sagte ihm die Wahrheit, nämlich, dass es eine Organisation sei, die dieses Wochenende gegründet werden solle, eine Organisation um die westliche Zivilisation zu verteidigen, westliche Werte und die universellen Menschenrechte, unsere Art zu leben. Er starrte mich an, sagte mir, dass er sich das genau anschauen müsse und ging zu einem Kollegen hinter einer Glaswand. Ich muss sagen, sein Verhalten war zu keinem Zeitpunkt feindselig. Er wusste einfach nicht wie er mich einordnen sollte.

Nach weiteren endlosen fünf Minuten kam der Vorgesetzte zurück, etwas freundlicher als vorher und sagte, dass er, obwohl er absolut auf meiner Seite wäre, sagen möchte, dass es auf beiden Seiten Radikale geben würde, und implizierte damit klar, dass man mich als eine christliche Radikale betrachte.

Dies wurde nun wirklich etwas bizarr. Ich eine christliche Radikale? Er und mein Zollbeamter tippten einige Informationen in einen Computer, wahrscheinlich um weitere zukünftige Einreisen in die USA fast unmöglich zu machen und sie sagten mir, dass alles nun OK sei.

Der Zollbeamte wollte meinen Koffer noch weiter untersuchen, aber der Vorgesetzte erlaubte ihm dies nicht, ich war OK, wenigstens für dieses Mal. „Gnädige Frau, danke für das was Sie tun, aber darf ich Sie höflichst bitten, ihre Rhetorik zu mäßigen und keinen Ärger zu verursachen während Sie hier in den Vereinigten Staaten sind. Wie ich zuvor schon sagte, es gibt Radikale auf beiden Seiten.“

Wieder wurde es mir schwindelig ob der Abenteuerlichkeit dieser Situation, „Ja, Sir, natürlich,“ brachte ich so gerade heraus. „Darf ich auch vorschlagen, dass Sie, wenn Sie nach ihrer Berufung verurteilt werden sollten, ihr Visum von ihrem nächstgelegenen Konsulat beantragen sollten,“ fügte er hinzu. Wir hatten meinen Prozess kurz besprochen, bevor er sich mit seinem Vorgesetzten beriet. Ich sagte, das täte ich und wurde somit entlassen.

Diese Episode erfordert einige Nachfragen:

• Was hatte die Behörden dazu veranlasst mich zu durchsuchen, wenn sie gleichzeitig ihre Arbeitskraft dazu verwenden sollten zu versuchen, Reisende mit einem erhöhten ‚Mohammed Koeffizienten’ zu fangen?
• Wie viele von ihnen haben sie nicht gefangen genommen während sie ihre Zeit an eine Anwältin der Redefreiheit verschwendeten?
• Warum sieht die ‚DHS’ [das Heimatschutzministerium] eine reisende Hausfrau als verdächtig an?
• Werden andere Hausfrauen auch so behandelt?
• War der Vorgesetzte gesetzlich ermächtigt, mich nach meiner Religion zu fragen?
• Hätte er dasselbe auch mit einer Hausfrau in Hijab getan?
• Durfte er mich einschüchtern indem er mir sagte „ich soll meine Rhetorik mäßigen und keine Probleme verursachen?“
• Und, am allerwichtigsten, was ist mit dem Ersten Verfassungszusatz passiert, dessen Prinzipien definitiv verletzt wurden, indem mir gesagt wurde ich solle meine Rhetorik mäßigen?
• Welche Rhetorik? Hat er meine Rede nicht gründlich gelesen?

Ich nehme an wir müssen erkennen, dass das Einstehen für die Freiheit bedeutet, dass man seine Rhetorik mäßigen muss.

Mein Gott, wohin hat sich diese „freie Welt“ entwickelt?

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4 Responses to Mäßigen Sie Ihre Rhetorik!

  1. Zwara says:

    Zitat: “Mein Gott, wohin hat sich diese „freie Welt“ entwickelt?”

    Die Frage ist wohl auch: ” Wie konnten wir das so lange verschlafen?”

    Ich habe die Vereinigten Staaten immer als letzten Zufluchtsort (für meine Kinder) angesehen. Während die US in den islamischen Ländern die Freiheit erkämpfen wollen, erschwindeln, kaufen und erdrohen sich die politisch Korrekten und die Moslems die Unfreiheit für den Westen.
    Radikales Umdenken ist erforderlich. Nicht mehr in der Fremde sondern in der Heimat (Westen) müssen die Menschenrechte verteidigt werden.

    Oder muß man nach China, um “Frei”zu sein

  2. schwejk says:

    Es bleibt wohl nur noch Südamerika oder Grönland

  3. Biersauer says:

    Die Westliche Welt – ein Potemkinsches Dorf!
    Mittels unseres Staatsgrundrechtes signalisieren wir für alle Welt:
    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, als Tarnfarbe für Verlogenheit,
    Ungleichheit und Differenzierung. Anstatt demokratischer Rechtsstaatlichkeit,
    Recht nur für den Zahlungswilligen und rechtlicher Widerspruch, sowie
    Anlassgesetzgebung für Privilegierte.
    Hinter den vordergründig demokratischen Artikeln des Staatsgrundrechtes , verstecken sich die Widersprüche dazu, wie solche Widersprüche zu den
    Persönlichen Freiheiten. Der Gleichheitsgrundsatz wird somal sofort nach dem
    alten römischen Prinzip “Herrsche und Teile” eingeschränkt, indem das “Gleiche”
    damit infrage gestellt wird, dass es physisch gesehen keine Gleichheiten gäbe.
    Also wäre dieser Begriff einmal sofort ad absurdum geführt und wäre lediglich noch
    als “obsolet” richtzustellen.
    Also damit gibt es dieses “Vord dem Gesetz sind alle gleich” garnicht.
    Somit ist aber auch das gesamte Gesetzeswerk unserer Verfassung, erdacht von Kehlen, eigentlich für die Katz und es herrscht, wie bereits erkennbar die Scharia.

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