Schuld ist immer der Überbringer der schlechten Nachricht

Quelle: EuropeNews 21 Juni 2011
Original: Attacking the messenger, National Post
Von Elisabeth Sabaditsch-Wolff
Übersetzung von Liz/EuropeNews

Der nachfolgende Text wurde aus einer Rede übernommen,die die Autorin am 20. Juni in Montreal gehalten hat, bei einer Veranstaltung über Redefreiheit, die von der Gruppe ACT für Kanada organisiert worden war.

Viel zu lange haben viele von uns im Westen unsere grundlegenden Freiheiten als selbstverständlich hingenommen. Diese Rechte schließen die Gewissensfreiheit ein, das Recht sich friedlich zu versammeln und das Recht die eigene Religion frei auszuüben, oder aber gar keine Religion zu haben. Am wichtigsten von allen ist vielleicht das Recht, die eigene Meinung frei sagen zu dürfen und diese ohne Behinderung aussprechen zu können.

Nirgendwo ist dieser Angriff auf die Redefreiheit offenkundiger als in Europa. Die Rahmenvereinbarung der Europäischen Union stellt fest, dass „jeder Mitgliedstaat die notwendigen Maßnahmen ergreifen soll um sicherzustellen, dass die folgende vorsätzliche Handlungsweise strafbar ist.“ Solche „absichtliche Handlungsweise“ schließt „Handlungsweisen“ mit ein „die Voraussetzungen für Handlungen, die gegen Gruppen oder Personen gerichtet sind oder gegen Mitglieder solch einer Gruppe, die sich durch Rasse, Hautfarbe, Abstammung oder nationaler oder ethnischer Herkunft bestimmt.“

Der holländische Politiker Geert Wilders, wie auch ich und zahlreiche andere Europäer die den Islam kritisiert haben wurden deswegen bestraft. Seit Jahren schon halte ich Vorträge und Seminare über die Gefahren des islamischen Gesetzes, auch bekannt unter dem Namen Scharia, unter denen mein Land, Österreich leidet. Vor eineinhalb Jahren wurde mir gesagt, dass ich wegen „Hassrede“ angezeigt wurde und dass ich mich eventuelle vor Gericht dafür verantworten müsse, denn ich hätte „religiöse Lehren herabgewürdigt“. Letztlich kam ich vor Gericht und wurde zu einer Geldstrafe verurteilt für nichts weiter als das ich Passagen aus dem Koran selbst zitiert hatte.

Mein Fall wurde nicht nach Recht und Gesetz verhandelt. Es war ein politischer Prozess. Man beabsichtigte Kritik an der Scharia zum verstummen zu bringen. Ebenso beabsichtigte man dadurch jeden zu entmutigen, der erwägen könnte in meine Fußstapfen zu treten. Das europäische Establishment fürchtet eine offene Diskussion über den Islam und seine Rechtsdoktrinen – und kehrt zurück zu den Methoden eines totalitären Staates um den Mantel des Schweigens über dieses Thema auszubreiten.

Dafür gab es einen historischen Präzedenzfall [zur Zeit des Zweiten Weltkriegs]. Der Totalitarismus kam nicht so schnell nach Österreich. Es dauerte fünf Jahre, von 1938 bis 1943 ehe eine regelrechte Diktatur aufkam und bis die Menschen dies bemerkten. Wäre es über nacht gekommen, dann hätten die Österreicher dagegen gekämpft. Stattdessen gab es schleichende kleine Schritte [bei der Aushöhlung] der Freiheit einschließlich der Redefreiheit.

Heute ist Wien keine Stadt der Knobelbecher und Swastika. Sie blüht, ist friedlich und zivilisiert. Aber es gibt da noch ein anderes Gesicht von Wien, es enthält Gegenden, die von einer muslimischen Mehrheit bewohnt werden, wo es hohe Kriminalitätsraten auf Grund von Unmut und Missgunst gibt, mit hoher Arbeitslosigkeit muslimischer Jugendlicher, die nicht Willens oder nicht in der Lage dazu sind die Regelschule zu beenden. Wenn man diese Probleme ignoriert wird man sie nicht lösen können, auch wird man nicht die Stimmen derjenigen – wie mich zum Beispiel – zum Verstummen bringen, die diese inaktive Regierung kritisieren.

Es wird keine leichte Aufgabe sein unsere Länder wieder zurückzuverlangen, aber wenn wir es noch nicht einmal versuchen, dann wird die europäische Zivilisation – das Herzstück der westlichen Zivilisation – zerstört werden. Was einmal unsere Nationen waren wird zu Regionen werden, mit undeutlichen Grenzen, bewohnt von hauptsächlich ausländischen Kulturen und verwaltet von totalitären Bürokraten. Die Ureinwohner werden zu Verwaltern reduziert, zu kostümierten Schauspielern eines bizarren Themenparks.

Nennen Sie es „Eurowelt“: Ursprüngliche Küche, einheimische Tänzer und um 10 Uhr abends gibt’s ein Feuerwerk. Die grundlegenden Freiheiten – ein Relikt der Vergangenheit.

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3 Responses to Schuld ist immer der Überbringer der schlechten Nachricht

  1. Biersauer says:

    Europa das Land der Freiheit, welche als Selbstverständnis vom Europäer empfunden wird und auch gegenüber Zuzüglern so geboten wird, auch wenn diese,
    ein solches Selbstvertständnis nicht zu unterscheiden vermögen gegenüber ihren eigenen Gesetzen.
    Dieses ist ein über Jahrhunderte, dem importierten Religionismus und auch dem bodenständigen Herrschaftshirarchien abgerungenes Gut, was aber nun von neu importierter Religion wiederum infrage gestellt und missbraucht wird.
    Mit Berufung auf unsere so genannte Religionsfreiheit, welche in deren Herkunftsländern aber unbekannt ist, denn dort herrscht Religionszwang, wird von denen diese als das ihrige Recht okkupiert, nachdem es für sie zum “ausleben” ihres
    Religionsdünkel allein, geschaffen zu sein scheint, vergessen aber, dass es sich dabei um
    eine europäische Errungenschaft handelt, subaltern zur Freiheit allgemein, welche so auch nebst der Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit, die Niederlassungsfreiheit, usw.
    kennt. Auch kennt unsere Religionsfreiheit kein so genanntes “ausleben” von Religionsdünkeln, sondern nimmt Rücksicht auf jedermanns persönliche Freiheit
    jeglicher Art und damit gewinnt die Tatsache Bedeutung, welche aus dem Anglophilen besagt, “my home is my castle”, also bis hierher und nicht weiter.
    Jedermanns Religionsfreiheit ist also keine Narrenfreiheit, um damit auch die Freiheit
    des Menschen, vor der Religion des andern, zu garantieren!
    Aber diese selbsternannten “Rechtgläubigen” scherts garnicht, sie leben sowieso in ihrer
    Ghettowelt, finanziert von unserem Wirtschaftsfleiß, aber fordern andauernd, was sie selbst in ihrer Offenbarung, dem “Buch der Bücher”, niemand außerhalb ihrer Subkultur zugestehen.
    Dialog, meinen einige blauäugig, wäre nach unserem humanistischen Selbstverständnis
    gegenüber solche Parasiten ebenfalls angebracht.
    Aber wie die Geschichte aus Fehlern lehrt, ist sowas eben ein Fehler in unserer Evolution, wie die Ausbreitungstendenz dieser als Religion verbrämten Fascistoiden
    beweist.
    Bis hierher und nicht weiter, my home is my castle! MFG Biersauer.

  2. Astuga says:

    “…die gegen Gruppen oder Personen gerichtet sind oder gegen Mitglieder solch einer Gruppe, die sich durch Rasse, Hautfarbe, Abstammung oder nationaler oder ethnischer Herkunft bestimmt.”

    Zumindest in diesem Punkt muss man dann wohl dankbar für die westlichen Islamkonvertiten sein.

  3. Lambda Sonde says:

    “….und kehrt zurück zu den Methoden eines totalitären Staates um den Mantel des Schweigens über dieses Thema auszubreiten.
    Dafür gab es einen historischen Präzedenzfall [zur Zeit des Zweiten Weltkriegs]. Der Totalitarismus kam nicht so schnell nach Österreich. Es dauerte fünf Jahre, von 1938 bis 1943 ehe eine regelrechte Diktatur aufkam und bis die Menschen dies bemerkten. Wäre es über nacht gekommen, dann hätten die Österreicher dagegen gekämpft. Stattdessen gab es schleichende kleine Schritte [bei der Aushöhlung] der Freiheit einschließlich der Redefreiheit.”
    Können Sie erläutern, worauf sich Ihre Erkenntnis stützt, dass in Österreich “erst” 1943 eine regelrechte Diktatur aufgekommen sei?

    Mfg

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