Erklärung von Elisabeth Sabaditsch-Wolff zu dem Attentat von Oslo

Elisabeth Sabaditsch-Wolff, M.A.

Erklärung

Ich verurteile aufs Schärfste die Terroranschläge von Oslo und auf ein Jugendcamp auf der Insel Utöya vom 23. Juli. Es gibt keinerlei Entschuldigung oder Relativierung für dieses infame Verbrechen. Meine Anteilnahme gilt dem norwegischen Volk und besonders den Angehörigen. Ich trauere mit den Hinterbliebenen.

Ich bedaure es sehr, dass der psychopathische Attentäter glaubte, sich in seinem 1.500-Seiten Pamphlet auch auf meine Ansichten beziehen zu müssen. Ich kann mich gegen solche falschen Vereinnahmungen leider nicht wehren, denn wer mich und meine Vorträge kennt, der weiß, dass ich jede Form von Gewalt anlehne.

Wenn fundierte Kritik Schuld an Attentaten ist, sind beispielsweise dann die Kritiker Olof Palmes für den Mord an ihn verantwortlich?

Haben die Kritiker Mahatma Gandhis ihn ermordet oder war es der Attentäter selbst in individueller Verantwortung?

Waren die Kritiker der Monarchie schuld am Attentat auf den Thronfolger und daher auch schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

Ich bin eine Frau der Worte, habe mit Gewalt nichts zu tun und lehne diese kategorisch ab.

Ich lehne alle Weltbilder ab, die Gewalt rechtfertigen. Bei dieser Ablehnung ist es mir gleich, ob laut der Ideologie die Macht aus den Läufen von Gewehren kommt oder ob diese mit dem Schwert verbreitet wird.

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